3. Auflage März 2006: Störche kennen keine Grenzen
  Das Buch "Störche kennen keine Grenzen - Erlebnisse in Königsberg-Kaliningrad und im nördlichen Ostpreußen"(Brunnen-Verlag Gießen 2005) ist entstanden aus zwei Arbeitsaufenthalten (Januar - Juli 1995 und Januar 1999 - September 2002) im Königsberg-Kaliningrader Gebiet.

Der Ehemann der Autorin, Propst Erhard Wolfram, war dort im Auftrag der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) verantwortlich für den Aufbau ev.-luth. Gemeinden unter Rußlanddeutschen und ihren Familien.

Bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahre 1991 war das Kaliningrader Gebiet seit 1946 militärisch gesperrt. Seit der Öffnung können Touristen unter Visumspflicht das Land wieder besuchen. Auch die Kirchen dürfen wieder offiziell arbeiten. Bereits 1991 wurden die ersten ev.-luth. Gemeinden gegründet von rußlanddeutschen Übersiedlern mit ihren Familien, geflüchtet vor dem aufkommenden Nationalismus früherer sowjetischer Republiken, wie etwa Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan, Turkmenistan. Diese Menschen suchen im Kaliningrader Gebiet eine neue Existenz und oft auch das Weiterwandern nach Deutschland.
  Inzwischen gibt es 45 kleine Gemeinden, die in der Ev.-luth. Propstei Kaliningrad zusammengeschlossen sind. 1999 konnte in Kaliningrad ein neues Kirchenzentrum eingeweiht werden, die Auferstehungskirche. Neben Gottesdiensten gehören viele diakonische Angebote zu den Aufgaben der Propstei: Verteilung humanitärer Hilfsgüter (bes. Kleidung und Schuhe), finanzielle Unterstützung in besonderen Notfällen, Betreuung von Straßenkindern, Kinderheim, Diakoniestation in Gusev-Gumbinnen, Einrichtung eines Altenheims bei Osersk-Angerapp.